EU Richtlinie 2010/40

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Der Einsatz von Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) und die Vernetzung aller Verkehrsträger sollen den Straßenverkehr in Hinsicht auf Sicherheit, Effizienz und Umwelt zukunftsfähig machen. Die Richtlinie (EU)2010/40 des Europäischen Parlaments wurde im Rahmen des IVSG in deutsches Recht umgesetzt.

Die Richtlinie 2010/40/EU des Europäischen Parlaments wurde im Rahmen des IVSG in deutsches Recht umgesetzt und umfasst vier vorrangige Bereiche:

  1. die optimale Nutzung von Straßen, Verkehrs- und Reisedaten
  2. eine Kontinuität der IVS-Dienste in den Bereichen Verkehrs- und Frachtmanagement
  3. IVS-Anwendungen für die Straßenverkehrssicherheit sowie
  4. die Verbindung zwischen Fahrzeug und Verkehrsinfrastruktur

Aus der EU Richtlinie ergeben sich mehrere delegierte Verordnungen.

Delegierte Verordnungen der EU haben unmittelbare Wirksamkeit in den EU Mitgliedstaaten. Hier finden Sie eine Übersicht mit Links zu den delegierten Verordnungen, die auf der Richtlinie 2010/40/EU basieren.

NAP (Nationaler Zugangspunkt) - MDM - NAST

Beziehungen EU verordnungen

Nach der o.g Richtline sind Behörden, Straßen- und Parkplatzbetreiber und auch private Dienstanbieter zur Veröffentlichung gewisser Verkehrsdaten verpflichtet. Diese müssen am nationalen Zugangspunkt, dem Mobilitätsdaten Marktplatz (MDM) verfügbar gemacht werden. Darüber hinaus müssen Eigenerklärungen an die Nationale Stelle für Verkehrsdaten (NAST) geschickt werden, die diese stichprobenartig auf Einhaltung der Anforderungen der Spezifikationen überprüft - beispielsweise auf Zugänglichkeit, Verfügbarkeit, Aktualisierung, Datenformat, Qualitätsmanagement und Inhalt. Bei Nicht-Erfüllung fordert die NAST zur unverzüglichen Nachbesserung auf. (Artikel 9 2017/1926 - Einhaltungsprüfung). Die Nationale Stelle wird seit Ende 2017 bei der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) betrieben.

Aus den folgenden 4 Diensten müssen am Nationalen Zugangspunkt (MDM) Daten verfügbar gemacht werden:

885 2013 DEIn dieser Verordnung handelt es sich um folgende Angaben: Name, Adresse, Koordinaten des LKW Parkplatzen, Gesamtzahl der Parkplätze, Sicherheits- und Serviceeinrichtungen , Kontaktangaben des Betreibers

sicherheitsinformationenJede europäische Institution oder Firma, die sicherheitsrelevante Daten besitzt, ist verpflichtet, diese Daten zu teilen. Dies wären beispielsweise Daten für Warnungen bzgl. Ungesicherten Unfallstellen, Falschfahrer, Tiere / Personen / Hindernisse auf der Fahrbahn, eingeschränkte Sicht oder nicht ausgeschilderte Straßenblockierungen

echtzeitinformationsdienste

Statische Straßen- und Verkehrsdaten

z.B. Anzahl der Fahrstreifen, Straßengeometrie, Verkehrszeichen inkl. Geschwindigkeitsbegrenzungen, Verkehrspläne.

Dynamische Straßenstatusdaten

z.B. Straßen-, Farhstreifen- und Brückensperrungen, Überholverbote, Baustellen, Unfälle und Störungen, befristete Verkehrsmanagementmassnahmen

1926 2017Um den Verkehr durch verbesserte und zuverlässige Reise Informationsdienste auf nachhaltige Verkehrsträger zu verlagern, wird jeder Mitgliedsstaat dazu aufgefordert folgende Verkehrsdaten zu teilen: öffentlicher Nahverkehr, Flugverkehr, Fernverkehr, Fernbusverkehr, Kurzstrecken Bahn und Busverkehr, Seeverkehr einschließlich Fähren, bedarfsorientierter Transport für Pendler, Taxi, Car-Sharing, Fahrgemeinschaften, Mietwagen, Bike-Sharing und der Individualverkehr mit dem Auto, Motorrad und Fahrrad.

Deligierte Verordnung (EU) 2017/1926: Bereitstellung EU-weiter multimodaler Reiseinformationsdienste

Die Verordnung regelt unter anderem die Definition und Umsetzung des Daten Aktualisierungsprozesses, die Verbindung zwischen den Routing Service Providern und die Sicherstellung der weiteren Verwendung von Reiseverkehrsdaten. Darüber hinaus müssen entsprechende Meta-Daten bereitgestellt werden, sodass die Datensätze einer Suche zugeordnet werden können, und Informationen zur Qualität der Daten bereitgestellt werden. Die jeweiligen Daten sollten ordnungsgemäß validiert werden, um eine sichere und korrekte Verwaltung des Verkehrs zu gewährleisten. Die BMVI sieht auch ein Problem in der Komplexität der Datenarten und der Vielzahl der Akteure, sodass Handlungsbedarf besteht und die BAST den Kontakt zu den Verbänden vorsieht.

Gemäß der EU Verordnung (EU)2017/1926 sollten die Daten ordnungsgemäß validiert werden, um eine sichere und korrekte Verwaltung des Verkehrs zu gewährleisten. Wie genau die Qualitätsbewertung aussehen soll, ist Auslegungssache. Die Verordnung 1926 kann dahingehend ausgelegt werden, dass jeder Nationale Zugangspunkt Qualitätsbewertungsprozesse beinhaltet, die sicherstellen, dass nur valide Daten öffentlich gemacht werden.

Nachfolgende Tabelle verdeutlicht das Zeitfenster für kommende Erfüllungspflichten.

Ausblick PflichtenDie Zukunft wird die Implementierung einer stringenten Qualitätsbewertung von Daten notwendig machen.

Quellen:

https://nationalestelleverkehr.de
https://eur-lex.europa.eu
https://okfn.de/files/blog/2018/01/BMVI_Dialogforum_am_31-01-18.pdf
https://konferenz.mdm-portal.de/wp-content/uploads/2018/07/1-neu-Hoffmann-20180618_NationaleStelle.pdf

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